Bericht über Einsatz im Ahrtal nach der Flutkatastrophe 2021

Marco Saller, Kreisbrandrat des Landkreises Neustadt/Waldnaab, gab einen interessanten Einblick in den Einsatz des Hilfeleistungskontingents nach der Flutkatastrophe im Ahrtal im Jahr 2021.

Mit 104 Einsatzkräften waren Feuerwehren aus den Landkreisen Neustadt/Waldnaab und Weiden  fünf Tage im Einsatz. Der Bericht umfasste die ungewöhnliche Aufstellung der Feuerwehr- und Logistikeinheiten mit 22 Fahrzeugen in kürzester Zeit. Angefordert wurde an einem Freitagnachmittag eine Sonderzusammenstellung von Fahrzeugen. Der Zeitpunkt bedingte besondere Herausforderungen, was die Zusammenarbeit mit Behörden und die Verständigung der Arbeitgeber betraf.

Ohne Hin- und Rückfahrt waren die Feuerwehrleute drei Tage im Einsatz. Die Aufgaben waren zum großen Teil Schlammschippen, aber auch einfache technische Hilfeleistungen, das Öffnen von Häusern - die mehrere Tage verschlossen waren und Brauchwasserversorgung mit Löschfahrzeugen. Zwei reale Einsätze mit ABC-Aufgaben und ein schwerer Verkehrsunfall auf der Bundesstraße galt es ebenfalls abzuwickeln. Die Tätigkeiten gingen von 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr, waren ungewohnt und körperlich anstrengend.

Bei der Hinfahrt gab es zwei technische und einen Verpflegungshalt. Der Bereitstellungsraum war auf einem ehemaligen Flugplatzgelände. Die Infrastruktur für eine ordnungsgemäße Nutzung musste größtenteils selbst beschaffen werden.

Für die Einsatzkräfte war es eine gewöhnungsbedürftige Situation mit vielen freiwilligen Helfern, einer geschockten Bevölkerung, die Staatsversagen vor Augen hatte, und Reichsbürgern, die die Situation ausnutzten, zu arbeiten.

Anhand zahlreicher Fotos zeigte der Referent das Einsatzgeschehen und wies daraufhin, dass es teilweise notwendig war, die Psychosoziale Notfallversorgung in Anspruch zu nehmen. Glücklicherweise gab es nur zwei gering verletzte Feuerwehrleute.

In einem Kapitel Lessons learnd erläuterte der Kreisbrandrat, welche Erkenntnisse man gewonnen hatte, die landesweit in neue Richtlinien für solche Einsätze einfließen sollen. Einige Schlagworte dazu waren: Einsatzstruktur, Überblick, Kommunikation, Einsatzvorbereitungsstab, Alarmierung der Kommandanten, Überarbeitung der Checklisten und jährliche Marschübungen.

Stadtbrandinspektor Maximilian Seiler und 1. Vorsitzende Bettina Seidel bedankten sich bei Marco Saller für seinen spannenden Vortrag. Ein Blick in die aufmerksamen Gesichter der Zuhörer sprach Bände.

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