VR Innenbrandbekämpfung

Der Kreisfeuerwehrverband Wunsiedel im Fichtelgebirge informiert auf seiner facebook-Seite über die neue Ausstattung zur virtuellen Innenbrandbekämpfung. Die Ausrüstung für die Virtuelle Innenbrandbekämpfung ist im Feuerwehrhaus Marktredwitz gelagert. Die Aus- und Fortbildung erfolgt im Rahmen der Atemschutz-Ausbildung der FF Marktredwitz.

"Wer nach dem Lesen der Überschrift vermutet, dass Brände jetzt von Feuerwehrleuten im Homeoffice von zu Hause aus gelöscht werden können, liegt leider falsch.

Der Innenangriff unter Atemschutz stellt besondere Anforderungen an die Feuerwehrleute, die unter Stress und Eigengefährdung die Lage und die Brandentwicklung beurteilen und entsprechend reagieren müssen. Jeder Handgriff muss sitzen.

Die neue Ausstattung (PC, VR-System, Tracker, Strahlrohr mit Bedienelementen) für die virtuellen Trainingseinheiten, die die Staatlichen Feuerwehrschulen nun an alle Ausbildungsstätten der Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern ausgegeben haben, wurde nun im Landkreis Wunsiedel den Mitgliedern des Fachbereiches 3 (Ausbildung) vorgestellt. Atemschutz-KBM Martin Tröger und die Ausbilder Hanna Eichner und Steffen Moosbrugger hatten die Technik in der Fahrzeughalle der FF Marktleuthen aufgebaut und erläuterten die Einzelheiten. Durch die VR-Technik ergeben sich bei der Atemschutzaus- und fortbildung ganz neue Übungsmöglichkeiten. In der virtuellen Welt können verschiedene Lagen mit dynamischer Brandentwicklung eingespielt und die jeweilige Reaktion des Strahlrohrführers im Nachgang ausgewertet werden (Temperaturentwicklung, Wasserstrahlrichtung- und menge, Blickführung uvm.). Die korrekte Vorgehensweise nach dem Ampelschema, die Innenbrandbekämpfung mit Lagebeurteilung und die Wahl der richtigen Brandbekämpfungstechnik stehen hier im Vordergrund.

Nach einer kurzen Einweisung und Eingewöhnung kann der Übende aufgrund der intuitiven grafischen Darstellung auch selbst seine Fehler erkennen. Die Ausbildung mit der VR-Brille wird die bisherige Ausbildung nicht ersetzen, sondern stellt einen weiteren Baustein bzw. eine Ergänzung dar.

Neben den anderen bewährten Übungseinrichtungen (z. B. Flash-Over-Container, Brandsimulationsanlagen) hat der Freistaat Bayern für die Atemschutzgeräteträger damit eine weitere innovative Möglichkeit geschaffen, den Innenangriff realitätsnah zu üben, um dadurch Einsätze effektiver und sicherer abwickeln zu können."

(Text und Fotos: Kreisfeuerwehrverband Wunsiedel im Fichtelgebirge)

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